Ich finde es einfach nur traurig…

X ist für mich zu einem kleinen Paradies für Fakes, Scams, Bots und all den anderen Dingen geworden, die niemand braucht. (Klein im Vergleich zu Telegram oder WhatsApp – zu Signal kann ich nichts sagen, ich war dort nie und werde es auch nicht.)Und was macht X? Statt wirklich etwas gegen diese Plage zu unternehmen, bringen sie neue Regeln heraus, die uns Nutzern noch mehr Rechte nehmen. Grok hat mir die wichtigsten Änderungen ab dem 15. Januar 2026 so erklärt:
  1. Schutz der Markenrechte
    Niemand darf ohne schriftliche Genehmigung „Twitter“, das alte Vogel-Logo oder Begriffe wie „Tweet“ benutzen. Das ist eine Reaktion auf einen Rechtsstreit.
  2. Erweiterte Rechte an deinem Content
    Alles, was du auf X postest oder eingibst (Texte, Bilder, Prompts an Grok, Antworten von Grok), gilt als „Content“. Du räumst X eine weltweite, gebührenfreie, unterlizenzierbare Lizenz ein – sie dürfen das für jeden Zweck nutzen, inklusive Training ihrer KI-Modelle. Kein Opt-out, keine Vergütung. Als EU-Bürger schützt mich zwar die DSGVO ein Stück weit, aber das war’s dann auch.
  3. Verbot von AI-Manipulation
    Jailbreaking oder das Umgehen von Sicherheitsmechanismen bei Grok ist jetzt ausdrücklich verboten.
  4. Scraping
    Bleibt streng verboten – mit hohen Strafen.
  5. Sonstiges
    Anpassungen an EU/UK-Gesetze, Streitigkeiten nur in Texas, keine Sammelklagen.
Ich habe heute Morgen mein X-Archiv angefordert. Sobald es da ist, werde ich meinen Account nochmal gründlich bereinigen. Meine persönlichen Bilder habe ich schon entfernt.Hier sind meine neuen Richtlinien:
  1. Niemand hat ein Recht auf meine Bilder – weder X noch Elon Musk noch sonst jemand.
  2. Ich werde keine persönlichen Fotos mehr direkt auf X hochladen. Sie gehören mir und kommen höchstens hier auf meinen Blog (externer Server).
  3. Ja, ich schreibe weiter meinen Blog. Ob es X gefällt oder nicht. Es ist die Wahrheit und mein geistiges Eigentum.
  4. Ich habe viele Blog-Einträge von X entfernt oder auf Entwurf gesetzt, wenn ein Bild von mir drin war.
  5. Meine einfache Anti-Fake-Idee vom 1. Januar 2025 habe ich ebenfalls zurückgezogen. X zeigte null Interesse – eiskalte Schulter. Wenn schon, dann behalte ich sie für mich oder gebe sie jemandem, der sie wirklich nutzt. (Scamfirmen hätten Interesse gehabt – X nicht.)
  6. Wenn ich auf X Bilder poste, dann nur KI-generierte von kostenlosen Seiten.
  7. Premium? Kommt nicht infrage. Premium ohne Vertrauen geht nicht.
Traurig, dass man so etwas überhaupt aufschreiben muss.Ebenso traurig: Wenn etwas schiefläuft, müssen wir Nutzer uns jetzt selbst durch DSA-Behörden kämpfen, während die Plattformen weiter ignorieren dürfen. Die Idee hinter dem DSA ist richtig, aber in der Praxis hilft er den Betroffenen kaum. Man wird von Pontius zu Pilatus geschickt, statt dass die Plattformen endlich gezwungen werden, direkt und schnell zu helfen.Reicht es nicht, wenn wir schon von Fakes beschissen werden?

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